"Vom 1. Weltkrieg betroffen waren meine Großeltern, sowie meine Mutter und ihre zwei Geschwister. Mein Großvater Heinrich Adolf Schmid (geb. 1.5.1887 in Kuchen) war Glasschleifer in der WMF. Er war Uff. im Württ. Inf.-Rgt. Nr. 127/Ulm und Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Er fiel, von einer Granate tödlich getroffen, am 30.8.1918 in Renoy/Frankreich. Heinrich Adolf Schmid war mit Maria Anna Schmid, geb. Rapp (29.1.1890-27.2.1919), verheiratet (meiner Großmutter mütterlicherseits), die 1919 an der Grippe und "Herzeleid" in Geislingen/Altenstadt starb. Aus dieser Ehe stammten 3 Kinder: Meine Mutter Marta Maria (geb. 1911), meine Tante Maria Emilie Elisabeth (geb. 1912) und mein Onkel Heinrich Johannes Schmid (geb. 1915). Nach dem Tod der Eltern wurden die Kinder von meiner Urgroßmutter Elisabeth Rapp und meiner Großtante sowie deren Mann in Geislingen aufgezogen. Ein Kommerzienrat der Firma WMF übernahm die Patenschaft für die Kinder. Eine zu herzengehende Traueranzeige erschien in der Geislinger Zeitung Anfang September 1918 für meinen Großvater. Mir (Lieselotte Schneider) wurde erzählt, dass er ein ausgezeichneter Sportler war, der am Reck für den Turnverein Altenstadt (Geislingen) verschiedene Preise holte. - Vielleicht wird hiermit die Erinnerung an meinen Großvater mütterlicherseits und seine Frau wachgehalten, die ich nie kennenlernen durfte". - Zum Anhang: Fotografien von Heinrich Adolf Schmid & Familie, Briefbeschwerer "Eisernes Kreuz" und Vita.