Urkunde mit dem Text – "Sammlung von Goldschmuck – Fräulein Olga Rammenstein hat, um den Goldschatz der Reichsbank und damit die finanzielle Wehrkraft unseres deutschen Vaterlandes zu stärken, Schmucksachen im Goldwerte von M 18.90 gegen Vergütung abgeliefert. Stuttgart, den 4. April 1918. Der Ehrenausschuß der Goldankaufstelle." Olga ("Olla") Rammenstein war die Tochter des Landrichters Alfred Rammenstein. Sie war Violinlehrerin und lebte, bis zu ihrer Hochzeit, mit ihrem Vater in dem 1903 gebauten Haus, Kanonenweg 38, später Haußmannstr. 38. Später zog sie mit ihrem Ehemann nach Hechingen. Alfred und Olga Rammenstein waren Hauswirte des Teilnehmers. Er schreibt über ihren Goldverkauf: "Es fällt auf, dass sich Olga Rammenstein erst gegen Ende des Krieges von dem Schmuck trennte und ihn nicht spendete sondern verkaufte, sich demnach von nationalen Parolen nicht sonderlich beeindrucken ließ - eine Eigenschaft, die sie mit ihrem Vater teilte."